Der letzte Sonntag - 29. 12. 2019

Es ist der letzte in diesem Jahr und für diesen Monat habe ich noch nichts in meinem Blog geschrieben.
Meinen 31. Geburtstag und Weihnachten habe ich hinter mir und ich fühle mich tatsächlich irgendwie älter. Woran das auf einmal liegt? - Ich weiß es nicht. Es fühlt sich irgendwie anders an, als die letzten Geburtstage.
Nach wie vor ist es ein großer Traum von mir, ein Buch zu schreiben, das viele viele Menschen ergreift und in seinen Bann zieht. Und die letzten Monate habe ich auch versucht, entsprechend etwas dafür zutun.
Im Dezember jedoch hatte ich die Zeit dafür genutzt, Fröbelsterne zu falten. Wenn man diese verflixte Anleitung erst mal drauf hat, erweckt diese Bastelarbeit eine Art süchtigmachendes Erfolgserlebnis.
Und jedes Jahr ist es so, dass ich sie nach elf Monaten wieder vergessen habe und die Anleitung erneut Stück für Stück durchgehen muss.
Was hat sich bei mir ansonten getan? Ich habe ein schon etwas älteres Poster von dem Film 'Suicide Squad' über eine Wand mit Löchern angeklebt. Es zeigt Harley Quinn/Harleen Quinzel - meinen Lieblingscomic-Charakter von DC mit einem Baseballschläger.
Ich finde ihre Geschichte nach wie vor einfach genial - wie ihr Hauptmotiv die Liebe zu ihrem geliebten Clownprinzen ist. Im Gegensatz zu Batman - der sooo viele Liebschaften hat - gibt es für sie letztendlich doch immer nur DEN EINEN!
Für ihn, den Joker, ist sie eine ganze Familie! Geliebte, so wie Tochter und vielleicht auch ein ganz kleines bisschen Mutter, so wie sie ihn verwöhnt.
Natürlich ist eine solche Liebe voller Selbstaufgabe nicht besonders gesund. Aber trotzdem ... und außerdem erinnert mich die liebe Harleen Quinzel irgendwie an Sailor Moon!
So, jetzt ist es raus! Lacht darüber so viel, wie ihr wollt. Denn Lachen ist ohne das Gift des Jokers doch immer noch die beste Medizin, die es gibt.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Harry Potter und der Raum der Wünsche - 24. 11. 2019

Erinnert ihr euch an den berühmtesten Zauberlehrling aller Zeiten?
Zur Zeit höre ich das sechste Hörbuch davon, das ich zuvor noch nie angerührt hatte, weil ich Band fünf bis sieben nur gelesen hatte.
Es war wie eine Heimkehr.
Warum ich diesem Raum aus den Büchern jetzt eine gewisse Bedeutung zumesse?
Zu meiner Wohnung gehört auch ein Lagerraum, in dem bis heute gewisse Kleidungsstücke drin verstaut waren, die ich lange lange Zeit vergessen hatte.
Harry hatte den Da-Und-Fort-Raum dazu genutzt, das Zaubertrankbuch des Halbblutprinzen zu verstecken. Der Raum sah in dem Moment wie eine große Rumpelkammer aus.
In meinem Lagerraum sind aber weder Ravenclaw-Diadem oder ein Halbblutprinzbuch gewesen. Es ist ein Raum, in dem alte Schulsachen, meine Blockflöten und die Noten dazu, vor sich hin gammeln.
Leider habe ich sie lange nicht mehr genutzt. Für jemand anderen haben diese Sachen vielleicht keinen Wert - für mich persönlich jedoch sind in diesem Raum wahre Schätze zu Tage getreten, wie zum Beispiel ein alter Schal, der zwar muffig, aber immernoch wunderschön von seinen Farben her ist. Deswegen passt er fast zu jedem Oberteil.
Er war mal mein Lieblingsschal gewesen und seine Abwesenheit führte dazu, dass ich verzweifelt auf der Suche nach einem Ersatz war. Aber kein anderer Schal konnte ihn wirklich ersetzen.
Ob ich ihn je wieder tragen werde?

Weihnachtsgeschenke ... - 24. 10. 2019

... sind doch etwas schönes.
Aber ...
von Jahr zu Jahr wird es immer schwieriger, das richtige zu finden,
von Jahr zu Jahr werden wir älter,
von Jahr zu Jahr verändern wir uns,
von Jahr zu Jahr merkt man, dass Bindungen wie Freund- oder Lieb-schaften sich neu geknüpft oder gelöst haben.
Bei mir sollen die Geschenke auch einen Sinn ergeben.
Und ich bin froh,
- dass meine Malkünste halbwegs ausreichen,
- dass ich mich mit einer selbstgestalteten Leinwand nicht unbedingt lächerlich mache,
- dass ich genug kreative Gaben besitze, um meinen Eltern jährlich immer ein neues Märchen widmen zu können, welches ich, wenn gewünscht, vor der weihnachtlichen Bescherung vorlese.
Aber ich merke auch, dass manche zarte Versuche, jemanden mit einem Geschenk zu gewinnen, oft der falsche Weg sind, um eine Beziehung/Freundschaft zu gewinnen.
Ich vermisse jemanden und ich bin traurig, dass er niemals versucht hat anzurufen. Aber wenn er nicht dasselbe empfand, wie ich, dann soll es gut sein.
Und er hat mir seine Nummer nie gegeben.
Und doch:
Ob er immernoch da ist, wo ich ihn gelassen habe?
Ob er immernoch dieselbe liebenswürdige Aura hat?
Ob er mich vielleicht doch lieb gehabt hat?
Ich habe von meinen Eltern die Worte 'Ich habe dich lieb!' kennengelernt.
Und bei diesen Worten empfinde ich auch etwas warmes und geborgenes. Bei den Worten 'Ich liebe dich!' hingegen fühlte ich bisher nichts - zumal sie in meinen Augen für eine andere Art von Liebe stehen sollten.
Aber vielleicht gibt es für mich kein 'Ich liebe dich!', sondern nur 'Ich hab dich lieb!'???

Ballast voller Erinnerungen - 25. 09. 2019

Alte Klamotten auszumisten ist sehr schwierig ...
-> Man kann sich von manchen 'Kostümen' und 'Styles' einfach nicht trennen!
Aber wenn man früher unter siebzig Kilogramm gewogen und heute über hundert auf der Waage zu verschmerzen hat, dann muss einfach ein Wendepunkt her - ob mit oder ohne Hilfe.
Einen weiteren Anfang machte ich letzten Donnerstag, als ich Besuch bekommen hatte. Eine liebe Frau (nennen wir sie Fr. R.), hat mir geholfen, zu unterscheiden -> vom möglichen, bis hin zu unerreichbaren Maßen, die ich des Alters wegen wohl nie mehr erreichen werde. Ich bin eine Frau und kein feingliedriges Mädel mehr! Das ist leider die Realität.
Aber mein Ziel ist es, wieder in den 'Unter-XXL-Club' reinzupassen und nicht mehr lebensgefährliche Kg auf den Rippen zu haben. Und ich will mich wieder ans gesunde Essen gewöhnen und einen Apfel am Tag z.B. einhalten.
Aber wie kommt man an dem ganzen Süßkram vorbei, den man unter extremen Drucksituationen einfach in sich reinfrisst, bis die ganze Tüte/Tafel leer ist?
Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit ständig.
Der Zwang, irgendetwas Süßes (oder gar Verbotenes?) zu sich zu nehmen, wie sagt man dem Adieu? 

Dahlien und Steine, die vom Herzen fallen - 12. 09. 2019

Wir haben heute einen Ausflug in den Dahlien-Garten in Hamburg gemacht!
Es war kaum zu fassen, wie viele verschiedene Unterarten es von einer einzelnen Blumensorte gibt. Fast alle Farbtöne waren vertreten - außer Blau. (Ungefähr so, wie es keine roten Wellensittiche gibt, gibt es keine blauen Dahlien! Manches lässt die Natur einfach nicht zu und das ist wohl vielleicht auch gut so!)
Es war mal wieder Zeit, mal rauszugehen und gewisse bunte Bilder einfach auf sich wirken zu lassen. Ich war jedenfalls nicht die einzige, die mit ihrem Handy Bilder gemacht hat.
Zudem hat man mich gebeten, ein paar Dahlien auf Leinwand zu malen - mal sehen, ob ich es meistern kann! :) Genug Vorlagen habe ich ja fotografiert!
Und so habe ich wieder genügend Beschäftigung.

Ansonsten, was noch erwähnenswert ist, ist, dass ich gestern abend noch ein langes Gespräch mit einer alten Freundin geführt habe. Es war irre befreiend, nachdem ich seit Jahren mich eher zurückgezogen hatte, um mich auf mich selber und meine Gesundheit zu konzentrieren.
Falls du das hier liest, meine liebe C., fühl dich ganz ganz ganz dolle umarmt und alles Liebe für dich! :) Danke für dein offenes Ohr, bzw. dein offenes Auge. ;)

Alte Klänge - 08. 09. 2019

In den tiefsten Tiefen eines altersschwachen PCs habe ich wahre Goldgruben entdeckt! Juwelen an verschiedenen Interpreten wunderschöner zeitloser Musik habe ich mir geschnappt und auf neuere Speicherplätze übertragen. 
Das waren vielleicht Zeiten! Als ich noch jung und naiv war ... ;)
Unter jenen befinden sich Beispiele, wie Runrig, Déanta, Ceilí Moss ...
Soundtracks, die schon beinahe vergessen waren, wie zum Beispiel 'The last of the Mohicans' von Trevor Jones, was meine damalige eigene Hymne war, um mich davonzuträumen, in andere Welten, weil Schule und Mobbing Hand in Hand mir auf die Stimmung drückten.
Ich hoffe, meine alten Klassenkameraden denken nicht, dass ich auf dem Thema herumtanze, wenn ich immer wieder davon erzähle. Es ist einfach so, dass mich jene Zeit geprägt hat. Gerade, wenn man jung ist, ist der Geist besonders aufnahmefähig.
Aber ich habe inzwischen auch andere Erfahrungen gemacht. Es gab Zeiten, da war ich nicht die Ausgestoßene. Und das lässt mich hoffen! 
Danke, für eure Aufmerksamkeit! :)

Schweinehund! Bist du es? - 30. 08. 2019

Gestern wurde mir dabei geholfen, meinen Balkon nach dem Umzug zu entrümpeln. Ich hatte ihn als Ablageplatz für alte Kartons benutzt und das Wetter hat über die Jahre Laub und Staub hinterlassen.
Ich hätte es gerne alleine geschafft, aber ich fand immer wieder Ausreden für mich und schob es vor mir her, da ich sowieso keine anderen Gäste oder Balkoninteressierte erwartet habe.
Diese Überwindung, diese eigenartige Mauer hinter sich zu lassen, hat drei Monate gedauert -> ich meine vor allem, die Hilfe anzunehmen natürlich, um in weniger als einer Stunde schließlich den Balkon sauber zu hinterlassen!
Wir waren überigens zu dritt und an dieser Stelle danke ich den beiden anderen Damen ganz herzlichst! (Auch wenn sie es vermutlich niemals lesen werden. :))
Es ist also wieder reichlich Platz für diverse Garten-Sitzmöbel, für Raucher und vor allen Dingen dafür, nasse Wäsche aufzuhängen.

Ins blaue hinein ... - 24. 08. 2019

Es ist schön, wieder vernünftig tippen zu können!
Bei meiner vorherigen Tastatur war nämlich die Shift-Taste im Eimer und nun kann ich, ohne drei oder vier mal die Löschtaste zu bedienen, Texte auf ganz schnelle Art und Weise loswerden.
Vergebt mir, wenn ich meinen Blog für unwichtige Dinge missbrauche, wie zum Beispiel den Wetterbericht zu verfluchen. :)
Ist euch eigentlich klar, dass es nur noch vier Monate dauert, bis wieder Weihnachten ist?

...

Ich gebe zu, ich schreibe um den heißen Brei herum!
Ich weiß nicht, ob ich direkt darüber schreiben darf, aber momentan gerät mein Weltbild etwas ins Wanken.
Es ist etwas passiert; etwas Schlimmes und doch sehr Aufweckendes.
Es macht einem bewusst, wie wichtig es ist, mit beiden Beinen im Leben zu stehen und nicht wie bei Harry Potter vor dem Spiegel Nerhegeb vor unerfüllten Wünschen zu zerfließen.
Es war aber auch nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert.
Und die zweite Frage ist nun: wie geht man mit so etwas richtig um? Hilfsbereitschaft zu zeigen, auf die Bremse treten und mit doppelter Vorsicht an die Sache heranzugehen, ohne jemanden damit zu beleidigen, das ist eine große Herausforderung.
Und wer zum Teufel WILL mit so etwas rechnen?
NIEMAND! Absolut niemand. ...
Aus 'Langeweile' habe ich heute meinen Steckbrief erweitert und ihn mit verschiedenen Vorlieben bestückt.
Was noch fehlt, sind meine Abneigungen. Aber sie sind, glaube ich, nicht so wichtig, wie das, was ich bevorzuge.
Denn sie zeigen all das, was ich NICHT bin.
Danke für's Lesen!

Erscheinung - 23. 08. 2019

(Eigentlich ist dieser Text vom 12. 03. 2018 - aber mir war mal wieder nach ein bisschen Philosophie zu Mute. :))
Laut einem Artikel in Wikipedia, ist es in einem Gebot der Bibel nicht erlaubt, sich ein Bild von Gott zu machen. (In meiner Kinderbibel steht da übrigens kein Wort von.)
Meine Vorstellung von ihm war damals keine Absicht. Sie erschien mir einfach, als meine Mutter mir während einer Autofahrt das erste mal von Gott erzählte.
Diese innere Erscheinung und Fantasie hat sich in meinem Gedächtnis gehalten - und zugegeben, ob es nun Gott oder einen Engel darstellte, ist mir heute fast egal.
Ich denke, dieses eine Gebot wird sowieso reichlich überschätzt oder oftmals einfach falsch interpretiert.
Sprich: Jeder hat doch seine eigene Vorstellung und die dazugehörige Kraft, um seinen eigenen Weg zu folgen.
Jedoch: Man sollte sein eigenes Bild von Gott niemandem aufzwingen.
DAS ist es, was an jener Stelle stehen sollte.
Aus diesem Grund, halte ich das Aussehen jenes ersten Abbildes fortan geheim. Obwohl ich es manchmal wirklich nur allzu gerne herausposaunen möchte.

Es gibt eine Stelle in einem Zeichentrickfilm, die eine Saite im meinem Inneren angesprochen und berührt hat. Der brennende Busch aus 'Der Prinz von Ägypthen'. Diese eine Stelle rückt mich meistens wieder aufrecht und spendet mir Kraft.
Jeder Zweifel, dass es so etwas wie Gott gibt, ist plötzlich nur ganz, ganz winzig klein geworden - wie ein kleines Sandkorn auf einer Waage, das gegen eine ganze Wüste gelten will.
Dieses eine Musikstück von Hans Zimmer (um auch mal diesem Künstler die Ehre zu geben) lässt mich gläubig werden
- ist das nicht sonderbar?
Und auf diese Weise habe ich mich an jenes erste Bild zurückerinnert, es mir vor Augen geführt und ich fühle mich geborgen. Es bringt mir Stärke und Zuversicht.
Ich habe das Bedürfnis, es zu malen, ohne jemandem zu verraten, was es darstellen soll.
Und ich glaube, manchmal ist mir das unbewusst schon gelungen.
Leider - ob ich mich wegen so einer Erscheinung taufen oder konfirmieren lassen will, das bleibt wohl trotzdem eine Entscheidung, die ich niemals fällen werde.
Vielleicht aber ... aus Liebe?

Endlich! - 22. 08. 2019

Es ist soweit. Die erste Traumreise aus meiner Feder ist online!
Ich hoffe, sie wird vielen Menschen einen ruhigen Pol der Entspannung bieten. 
Ich gebe zu, jede zweite Traumreise endet oder beginnt in einem Wald.
Ich erkläre mir das damit, dass Städte, wo doch die meisten Menschen angesiedelt sind, ohne das Sauerstoff filternde Grün auskommen müssen und dass in ihnen einfach keine ruhige Minute stattfindet. 
Ich gelobe jedoch, bei der nächsten Traumreise ein wenig kreativer zu werden!

Viel Spaß und danke für das Würdigen meiner Texte! :)

Wenig Lärm um Vieles - 12. 08. 2019

Mein letzter Eintrag ist nun schon ein paar Monate her. Aus guten Gründen.
Ich lebe endlich wieder in meiner eigenen 1 1/2 Zimmer-Wohnung und die Umstellung, alleine den Haushalt zu schmeißen, ist doch ein bisschen größer als erwartet. Vielleicht habe ich im Beitrag namens 'Fremdschämen' vom März doch ein wenig die Klappe zu weit aufgerissen.
Ich lasse auch gerne mal etwas liegen, wenn wenig bis gar kein Besuch zu erwarten ist. Mit einem jedoch sehr entscheidenden Unterschied: Ich habe kein Kind, dem ich als Vorbild zu dienen habe! Und 'NUR' für mich aufzuräumen und zu putzen, das bin ich mir selber nicht wert.
Mangelndes Selbstwertgefühl - woher kommt das? Was ist der Auslöser? Die Tatsache, dass man schon ein gewisses Alter erreicht hat und eben andere Dinge nicht, von denen man schon als Teenager geträumt hat?
Ich weiß, man sollte all das, was man geschafft hat, betrachten und nicht das, was zur Liste der Untätigkeiten gehört.
Es hilft mir daher sehr, eine Art Haushaltstagebuch zu führen, wo ich mindestens eine Kleinigkeit pro Tag aufschreibe, die ich auch wirklich hinter mich gebracht habe.
Ich kann jemandem ein solches Tagebuch nur sehr ans Herz legen. Man freut sich, wenn es sich füllt und wenn es voll ist, kann man ein neues anfangen. So mache ich es auch momentan mit meiner Ernährung - zwar ohne Kalorien zählen, aber trotzdem: Einen Überblick zu haben, das ist das Entscheidende und ich habe über zehn Kilogramm weniger über einen etwas gestrecktem Zeitraum vorzuweisen.

Ich hoffe, ich konnte irgendjemandem mit diesem Text weiterhelfen.
Danke fürs Lesen. :)

Fremdschämen - 24. 03. 2019

Vor ungefähr einem Jahr habe ich auf YouTube Videos gefunden, was wirklich nichts ungewöhnliches ist!
Allerdings musste ich mir sehr an den Kopf fassen, weil der Inhalt mental förmlich Schmerzen verursachte.
Keine körperlichen zumindest! ABER Schmerzen! Und das nicht zu knapp.
Und ich konnte nicht wegschauen; das ist das wirklich Schlimmste daran.
Welche Videos das waren, verrate ich lieber nicht. Aber es war RealityTV - ich glaube, so nennt man das.
Trotzdem war alles gestellt gewesen und sehr schlecht geschauspielert.
Folgendes: Es ging um eine adipöse Hausfrau mit Kind. Ich selbst bin auch keine Elfe mit meinem Gewicht, aber darum geht es mir gerade nicht.
Die Hausfrau hatte nicht gelernt, das Wohl ihres Kindes vor dem ihren hinzustellen.
Sie war eine Frustfresserin und verknuste Chips, Süßigkeiten vor laufender Kamera und räumte die Tüten und so nicht weg.
Das Kind ging nicht in den Kindergarten! Ich habe wirklich nichts dagegen, dass Mütter sich selber um ihr Kind kümmern und ich habe damit auch nicht viel Erfahrung, aber wenn ich ein Kind hätte, würde ich dafür sorgen, dass es nicht mit mir in einer Müllhalde versinkt.
Das war schon mal das eine, wo ich dachte: “Autsch!”
Dann kam irgendwann die Tante zu Besuch, sah das Chaos und kritisierte es entsprechend. Jedoch war jene Kritik so überzogen und negativ, so entsetzlich, dass ich an Stelle der Problemfrau der Tante nie mehr die Tür geöffnet hätte.
Kurz darauf fragte ich mich: “Was war zuerst da? Der Frust oder die Schimpfe?”
Denn je mehr man jemanden so überzogen runtermacht, desto schlimmer kann das Frustfressen werden.
Ein Teufelskreis, aus dem man vielleicht mit etwas Verständnis und Gefühl ausbrechen könnte.

Zum Glück war jene Sendung schon lange nicht mehr im Fernsehen zu sehen und ich hoffe, sie kehrt niemals wieder dahin zurück!

Das Streben nach dem Erfolg von Harry Potter - 10. 03. 2019

Gestern habe ich mir eine Verfilmung von J. K. Rowlings Geschichte (2012) geholt. Die deutsche Synchronisation war ein wenig unausgewogen, aber ich schaue sie mir heute, während dieser Text hier geschrieben wird, schon das zweite mal an.
Aber alleine davon, wachsen die Texte, die einem selber gehören, nicht im geringsten. Fleiß und Wissen braucht man, um ein Buch zu schreiben.
An Ideen mangelt es mir nicht. Aber die Handlungsstränge machen mir sehr viel Sorgen.
Es sind Titel in meinem Kopf, die bestimmt Bestseller werden könnten! Aber die Motivationen der Helden und teilweise ganze neue Länder fehlen in dem Netz, das ich eigentlich ausführlich spinnen sollte.
Dabei habe ich schon als Kind im Alter von fünf Jahren die Grimmschen Märchen meinen Großeltern an Weihnachten nacherzählt! Leider wurden die Märchen der Gebrüder Grimm schon etliche male verfilmt und für - ich will schon fast sagen - mittelmäßige Projekte missbraucht.
Aber man greift diese schönen Kurzgeschichten immer wieder auf.
-> Siehe der Film ‘Auf immer und ewig’ mit der Schauspielerin Drew Barrymore - jener Film fehlt mir noch in meiner Sammlung und handelt von Aschenputtel/Cinderella. Oder die Serie ‘Once upon a time’, die über ein Crossover von allen Disney-Charakteren handelt. Die Zeit ist - finde ich - jedoch angebrochen, neue Märchen und Geschichten zu schreiben, moderner zu werden und die Probleme unserer Zeit anzusprechen oder anzuprangern! Ich habe gelernt, dass Märchen verschlüsselte Botschaften sind, weil früher zu den Zeiten des Mittelalters ganz andere Gesetze galten. Man muss sich also etwas dabei denken
- ich glaube, ich habe schon mal den bestimmten doppelten Boden erwähnt gehabt, ob für Texte oder Malereien, der dazu da ist, den Lesern, Zuschauern oder Konsumenten eine Interpretation möglich zu machen.
Die Botschaft von J. K. Rowling ist in jedem Buch offen dargelegt worden.
Liebe, Mut, Tapferkeit stehen ganz oben auf der Liste der wichtigsten Tugenden und dass man nicht zu tief in den Spiegel Nerhegeb schauen sollte, weil man sich sonst darin verliert.
So ähnlich erging es Bastian aus ‘Die unendlichen Geschichte’ von Michael Ende. Wenn es nicht Rowlings Werdegang schafft, mich zu motivieren, dann schafft es Ende mit seiner Herangehensweise: Einfach ins blaue hineinschreiben. So hat er ‘Die unendliche Geschichte’, ‘Der Spiegel im Spiegel’ und auch ‘Momo’ verfassen können. Aber am Schlimmsten sind die Schatten, die jene Vorbilder werfen. Man traut sich fast gar nicht, etwas zu Papier zu bringen, weil oft genug Manuskripte von vorne herein abgelehnt werden. Solche Gedanken blockieren und verderben den Spaß gehörig. Dabei sollte das Schreiben an sich Spaß machen - so versuche ich es eben bei diesem Blog! Und wieder ist ein Tagebucheintrag fertig - um mich selbst zu beweihräuchern. 
Es gibt nur keine Besucher, die jene Texte wirklich lesen wollen! Trotzdem bleibe ich am Ball. Danke fürs Lesen. 

Alte Flamme - 26. 02. 2019

Ich weiß das genaue Datum nicht, aber vor ungefähr fünfzehn Jahren habe ich meine erste richtige Beziehung beendet.
Durch das Stück ‘Always There’ von Secret Garden habe ich mich heute an sie erinnert und mal wieder beginnt die Zeit alle negativen Erlebnisse verschwommen erscheinen zu lassen und nur die schönen Erinnerungen behalten diese merkwürdige Schärfe.
Dabei hatte diese eine bestimmte, besagte Person so viele Fehler - genau wie ich welche hatte.
Manchmal jedoch plagt mich das Gewissen und es stellt sich mir die Frage “Was wäre wenn?”
Letztendlich glaube ich, dass die Entfernung einfach zu groß war zwischen uns, mental sowie räumlich, so dass unsere Liebe nicht stark genug war. Die Frustration, sich nicht nach jedem Streit wieder in die Arme fallen zu können - ja, ich glaube, dies ist der größte Grund von allen gewesen.
Ich widme diesen Text am 26. 02. 2019 allen, die in einer Internet-Beziehung leben. Allen, bei denen es noch nicht zu spät ist. Besucht euch so oft ihr könnt, knuddelt einander und küsst einander die Stirn. Denn der Kuss auf die Stirn bedeutet ‘Sehnsucht’!

Taufe und Konfirmation - 13. 01. 2019

Als ich einer Bekannten von mir erzählte, ich sei nicht getauft, hat sie mich angeschaut, als sei dies ein Unding.

Tatsächlich ist es so, dass meine Eltern mir den Luxus gegönnt haben, von allen Glaubensgeschichten/Religionen auf der Welt selbst frei auswählen zu dürfen.

Und ich kann mich einfach nicht entscheiden.

Vielleicht werde ich eine von denen sein, die aus Liebe zu einem bestimmten Glauben wechseln - sollte der Erwählte meines Herzens nicht wenigstens evangelisch erzogen worden sein.

Dadurch, dass ich nicht getauft worden bin, gab es für mich auch nicht die übliche Konfirmation und den entsprechenden Unterricht - dieses komische Festding für Normalpubertierende, bei der sie ganz viel Geld von Verwandten und Nachbarn bekommen und fortan aus kirchlicher Sicht als erwachsen gelten.

Ich finde, man sollte seinen Glauben nicht wegen finanziellen Vorteilen wählen - auch wenn es ein (egoistisches) Argument ist.

Dann kommt da natürlich die Sache mit Ostern und Weihnachten! Darf ich diese - mit Muttermilch eingesogenen - Festivitäten, überhaupt feiern oder an jenen Feiertagen Freizeit haben?

Es gab mal eine sehr interessante Folge von 'Die Simpsons': Lisa hatte sich dafür entschieden, Buddhistin zu werden. Ihre Familie hatte sie daraufhin entsprechend behandelt und fast schon bemitleidet, als die Weihnachtszeit anbrach.

Ich habe leider vergessen, wie die Geschichte zu Ende ging - aber Prominente wie Richard Gere hatten einen Gastauftritt und hatten sie bestärkt, indem sie die christlichen Feste trotzdem feiern durfte, - eben weil Toleranz generell eine wichtige Eigenschaft des Glaubens sei.

Ich persönlich habe früher in meinen Lebensläufen geschrieben, dass ich etwas für Esotherik übrig hätte - habe Karten gelegt, New Age Gedudel gehört, entsprechende Bücher über die vier Elemente und verschiedenen Lehren gelesen.

Die Musik höre ich immer noch gerne - aber inzwischen kann ich bei meinen Interessen getrost andere Dinge angeben. Für ein junges Mädchen klang der Begriff 'Esotherik' halt einfach toll und schön kompliziert, damit man entsprechend erwachsen beim Bewerbungsgespräch rüberkam! Und ich wüsste nicht, was ich damals sonst hätte angeben sollen - denn da MUSSTE IRGENDWAS stehen, denn es war eine VERFLUCHTE HAUSAUFGABE!

Ich wünschte, ich wäre wenigstens halb so überzeugt von irgendeiner Glaubensrichtung, wie es die großen Namen, wie Luther oder Gandhi gewesen sind.

Denn wenn der ganze Sinn des Lebens plötzlich ein Gesicht annimmt, kann es da nicht sein, dass ein paar von den Religionen und ihren Anhängern auf das falsche Pferd gesetzt haben?