30. 12. 2020 - Der wohl letzte Eintrag ...

... in diesem Jahr!

Eine sehr nette Person hat mir mal ein leeres Heft geschenkt.
Darin sollte ich jeden Tag eine Sache hineinschreiben, für die ich dankbar bin.
Ich hatte große und kleine Dinge hineingeschrieben, vom 13. 11. 2019 bis zu meinem letzten Geburtstag, dem 19. 12. 2020!
Fast jeden Abend vor dem Schlafengehen habe ich es benutzt. Und jetzt ist es voll. Es war mal sehr persönlich, mal sehr offensichtlich und an bestimmten Stellen klang ich bestimmt auch sehr verwöhnt. Aber ich werde dieses Heftchen mitnehmen und es meinen Eltern - vielleicht, vielleicht auch nicht - am morgigen Silvesterabend vorlesen -> als meinen persönlichen Jahresrückblick.

Aber das ist nicht das einzige, über das ich heute schreiben will. Vorletztes Jahr habe ich mir für Silvester 2018 ein Hemd gekauft, das schön geglitzert hat.
Dieses Jahr ist es zu groß! Ich habe tatsächlich eine Menge abnehmen können! Und im neuen Jahr laufe ich auf die Zielgerade zu, unter 90 kg zu wiegen.
Ich bin dann zwar immer noch übergewichtig, aber man sollte sich mit dem Gewichtreduzieren Zeit lassen, damit man sich an die Veränderungen gewöhnen kann.
Unser größtes Organ, die Haut, wird es uns danken – oder dankt es mir, in dem Fall!
Ich werde das Hemd dieses Jahr noch zum letzten Mal tragen – indem ich auf den berühmten Zwiebellook setze.
Aber dann werde ich mich davon trennen und hoffen, dass die Corona-Bedingungen bald wieder gelockert werden. (Ich freue mich übrigens auf den Moment, in eine Orsay-Filiale hineinspazieren zu können, ohne den Gedanken zu haben, zu dick zu sein.)

Meine Vorsätze für das nächste Jahr habe ich damit also schon festlegen können. Ich wünsche jeder guten Seele, die diese Zeilen liest, dass sie die Kraft hat, ihre eigenen Vorsätze umzusetzen und einen guten Rutsch in das hoffentlich Nicht-Corona-Jahr 2021.

Alles Liebe euch Lesern!

29. 10. 2020 - Fröbel den Fröbelstern!

Es ist die beste Ablenkung von gewissen Gefühlen, die ich jemals in Angriff genommen habe: mich dem Falten von Fröbelsternen zu widmen. Es hat etwas Meditatives an sich und das Erfolgserlebnis ist nach jedem fertigen Stern ein winzig, kleines bisschen größer. Meine Lieben werden auf jeden Fall welche in ihren zugeschickten Weihnachtspäckchen wiederfinden.

Aber die Gefühle sind dennoch da.
Ich habe gestern offen mit jemand Neutralem noch mal über sie gesprochen und habe auch lang und breit erwähnt, dass denjenigen, dem diese Gefühle entgegengebracht werden, absolut keine Schuld trifft. Ich habe mich dazu hinreißen lassen, mich in schöne Gedanken hineinzusteigern und das Ergebnis waren zwei nächtliche Träume, die einfach nur wunderschön für mich waren. Und endlich – das kam noch niemals bei mir vor – war ich mir sicher und wusste hundertprozentig: Ich bin verliebt! Es fühlt sich endlich so an, als wenn beide Füße - ohne mit Händen Halt zu suchen, fest auf einem Boden stehen. Und ich bin dankbar für dieses berühmte Kribbeln im Bauch.
Auch wenn ich mir jetzt sagen muss: das ist das, was du selbst empfindest und nicht die Stimmung des anderen.

Jetzt fehlt nur noch, dass die betreffende Person von all dem erfährt und vielleicht doch einen Schritt auf mich zu macht? …

08. 10. 2020 - David Lanz, Klamotten und Schönheit finden

Da wären wir mal wieder: Ein verregneter Nachmittag im herbstlich anmutenden Oktober und nebenbei läuft das romantische, tragische oder auch sehnsüchtige Klavierspiel von dem guten alten David Lanz. (Youtube sei Dank muss man nicht lange suchen, um sich einen Eindruck von ihm zu machen … natürlich ist es besser, seine Werke zu kaufen, wenn man denn in der Lage dazu ist.)

Da ich mir Urlaub genommen habe, hatte ich wieder mal die Zeit, meine Klamotten ein wenig zu sortieren und das, was zu groß ist, rauszuschmeißen.
Dazu gehört eine schwarze 4XL-Kapuzen-Jacke, die eigentlich für Männer gedacht war. Sie war mir schon seit über einem Jahr viel zu groß und ich konnte mich nicht von ihr trennen – aus dem Grund, dass ich für sie kein Ersatz gefunden habe.
Es gibt auch Klamotten, bei denen traue ich mich das Aussortieren noch überhaupt nicht! Und ich setze mir selbst gegenüber immer die Ausrede hin, dass Over-size-Mode letztendlich doch eine Modestilrichtung (aus den 90gern) ist. Und ich bin jemand, der sich gerne verhüllt. Eine meiner damaligen Englisch-Nachhilfe-Lehrerinnen, war in der Hinsicht einfach ein wunderschönes Weibsbild und hatte immer so schönes, glattes, dunkles Haar. (Einer der Gründe, warum ich mir das Haar blauschwarz tönen habe lassen.)

Ich habe das Abnehmen bisher nicht aufgegeben – halte aber mein Gewicht derzeit und habe schon lange Zeit nicht mehr über hundert Kilogramm gewogen, was ein wahrer Segen für den Rücken und natürlich für das eigene Bewusstsein ist. Zwar habe ich immer noch Probleme, in den Spiegel zu sehen, bevor ich unter die Dusche springe, aber ich habe mir ab heute vorgenommen, es in Zukunft für mindestens(!) fünfzehn Sekunden täglich zutun. Ihr glaubt gar nicht, wie lange fünfzehn Sekunden sein können – eine ganze viertel Minute.
Um mich besser zu fühlen, bürste ich mir das Haar anschließend, was auch mindestens zehn weitere Sekündchen dauert.

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass es nicht darauf ankommt, wie viel man im Besitz hat oder wie man sich kleidet!!! Das alles ist im Grunde so unwichtig, wie der Flügelschlag einer Eintagsfliege (und selbst das scheint noch wichtiger zu sein).

Aber selbst Fliegen haben manchmal diesen wunderschönen, grünblau schimmernden Körper. Ich weiß, wovon ich rede – ich habe sie in meiner Kindheit, als ich näher am Boden gewesen bin, sehr oft in Augenschein genommen – noch öfter als Schmetterlinge!
Und so eklig sich das anhört, es ist nun mal eine Tatsache, dass auch jene Geschöpfe eine gewisse, äußere Schönheit an den Tag legen.

Das wäre es dann heute mal wieder von meiner Seite.
Ich hoffe, meine Gedanken sind nicht allzu oberflächlich geworden, sondern haben ihren Sinn gefunden.
Bis demnächst!

22. 09. 2020 - Ein neues Märchen

Ich habe es lange vor mir hergeschoben, aber nun ist es endlich fertig.
'Das Lied der Silberpappel' - welches von vielerlei Eindrücken inspiriert ist - ist vielleicht nicht das beste von meinen Texten, aber dennoch lesenswert. Zumindest hoffe ich das! 🤒

Leider habe ich heute keine tiefgehenden, philosophischen Erkenntnisse zu bieten - außer, dass mit der Zeit die richtigen Worte kommen und dass man seine Texte nur so richtig pflegen kann. 

Ach ja - und ich habe gelernt, dass Meinungen nicht in Stein gemeißelt sind, sondern sich nach einer Weile wandeln können. Sonst wären wir schließlich keine Menschen, die älter werden! 😉 

Ist dieser kleine Absatz Besinnung genug?

20. 04. 2020 - Besessen vom Essen

Ich war zeitweise am überlegen, ob ich mein Ernährungstagebuch auch auf dieser Seite veröffentliche. Nur so, an Spaß an der Freud, um noch einen zusätzlichen Ansporn zu haben.
Aber meine Website hat eindeutig bei niemandem (zumindest online) bisher Interesse erweckt. Ich bekomme online null Rückmeldung, also würde dieser zusätzliche Anreiz wie ein Schuss ins Leere sein und ich würde wahrscheinlich vor Enttäuschung und Frustration noch mehr in mich hineinfressen.
Die letzten sechs bis acht Wochen war ich nicht so brav, wie zuvor und habe mehr zu Süßigkeiten gegriffen, als mir am Ende lieb war.
Am 24. 04. habe ich den nächsten Termin bei meiner Ärztin und stelle mich dort in der Praxis auf die Waage. Der letzte Stand war 103,5 kg und mir erscheinen 2 kg weniger als eine sehr schlechte Leistung.
Gut, durch die Corona-Pandemie (jetzt schreibe ich doch mal darüber, obwohl ich es satt bin, ständig darüber zu lesen) und die Quarantänevorschriften bin ich kaum dazu gekommen, mich zusätzlich zu bewegen, also Termine außerhalb wahrzunehmen. Man ist zu Hause allein, wenn man denn keinen Partner hat, mit den ganzen leckeren Lebensmitteln.

Und alleine ist man manchmal ziemlich aufgeschmissen.

25. 03. 2020 – In Vino Veritas

Es gibt Texte, die zu ehrlich sind, als dass man sie auf seinem Blog herausposaunen möchte.

Vor drei Tagen hatte ich endlich wieder etwas geschrieben, aber nicht online gestellt. Ich gebe darin zu, einige Fehler in meinem Leben gemacht zu haben, aber ich stelle darin auch Situationen dar, in denen ich mich rechtfertigen kann.
Aber da ich ein Mensch bin - und somit fehlbar, sind diese Fehler wohl zu verschmerzen. Niemand ist perfekt, jeder hat sein Päckchen zu tragen, und so weiter. (Und ich hatte ein oder zwei Gläser Pflaumenwein und war etwas enthemmt.)

Ich habe mir unter anderem Gedanken über verflossene Liebschaften gemacht und mir wurde klar, dass ich nicht so einsam war, wie gedacht. In dem Text hatte ich sie unter anderem aufgezählt und warum ich nicht mehr mit ihnen zusammen bin/war.
Manchmal muss man sich einfach etwas von der Seele schreiben oder sich mit jemandem darüber austauschen, um für sich eine verwirrende Sache oder ein Erlebnis zu klären. Manchmal vergesse ich den Hauptgrund einer Trennung und sehne mich nach alten Zeiten zurück. Aber dann erinnere ich mich wieder und bereue jenen Rückschritt.

Wie die Comicfigur Obelix in einem von den vielen Asterix-Bänden im Suff sagte: ‚Latürnich!‘ (R.i.P. Albert Uderzo!)
‚Latürnich‘ statt ‚Natürlich‘ - werde ich mir die Blöße geben, irgendwas wirklich falsch gemacht zu haben. In Beziehungen gibt es kein schwarz oder weiß, sondern es geht darum, ob man miteinander leben kann, ob man zueinander passt. Selbst Leute, die eine offene Beziehung führen, sollten sich doch selbst miteinander vereinbaren können, was geht und was nicht! Und wenn man jene vereinbarten ‚Regeln‘ nicht meistern kann, dann klappt es eben nicht.

Bin ich mit dieser Aussage zu naiv? Oder bin ich damit für die armen – in einer Beziehung betrogenen – ein Dorn im Auge?

05. 01. 2020 - Gute Vorsätze umsetzen

Zu meinem Leidwesen muss ich gestehen, dass ich mit meinen 1,65 m leider über 100 kg wiege.
Das ist weder gesund, noch schön anzusehen.
Seit dem 01. 01. 2020 habe ich ein neues Ernährungstagebuch angefangen und ich habe mir vorgenommen, nur am Wochenende - und sehr rationiert - etwas Süßes zu mir zu nehmen.
Ich habe so das Kaffeetrinken für mich entdeckt. Es ist zwar nicht so gesund und doch etwas bitter - aber mit Süßstoff kann man es trotzdem genießen.
Aber auch jenes Mittel ist nicht die richtige Wahl - angeblich. Wenn die Zunge etwas Süßes schmeckt und kein Zucker in die Blutbahn gelangt, bekommt man schneller wieder Hunger, als einem lieb ist.
Doch mit irgendwas muss man anfangen - meiner Meinung nach. Ein Becher Kaffee, statt eine ganze Packung voller Süßigkeiten wegzuhauen, ist bestimmt die bessere Alternative.
Demnächst habe ich wieder einen Termin bei meiner Ärztin. Die hat mir gezeigt, dass man auch online wunderbar Kalorien zählen kann. Aber jeder Zähler hat bei mir ein anderes Ergebnis für das Abnehmen ausgespuckt.
So viel dazu, Diät zu halten.
Ein Tipp von mir noch: Wenn man gerade einen Jeeper auf etwas Süßes verspürt, einfach zu etwas anderem angenehmen für die Nase zurückgreifen, denn es ist bewiesen, dass wir ohne Nase nur bitter, süß, salzig und scharf schmecken können. Die Nase ist es, die uns die Lebensmittel ohne Augen unterscheiden lässt.
Ich für meinen Teil zünde gerne ein Räucherstäbchen an - und esse niemals parallel dazu, um mich völlig auf den Duft einzulassen. (Es sei denn, der große Hunger meldet sich.)
Natürlich habe ich noch weitere Vorsätze - wie jede Woche ein bisschen Zaster in mein Sparschwein zurückzustecken. Mal sehen, ob mir das gelingt und wie lange ich das alles durchhalte.
Hiermit wünsche ich euch allen noch etwas verspätet ein FROHES NEUES JAHR und dass dieses ein besonders gutes und wertvolles werden wird.
Vielen Dank für's lesen!