02. 08. 2021 - Klamotten

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Vorweg eine wichtige Information zu diesem Eintrag:

Diese Sätze entstanden vor dem großem Hochwasserunglück in Deutschland! Und ich habe sie eine Weile zurückgehalten, weil es mir doch sehr unpassend erschien, sie zu dieser Zeit durch meine Seite ins Internet heraus zu posaunen. Ich hoffe, ihr nehmt mir das Folgende nicht allzu übel.
Was noch gut zu der Überschrift passt: Wenn ihr nicht betroffen seid und helfen wollt, wäre es doch eine gute Idee, sich mal zu informieren, ob ihr ein paar Klamotten, die ihr nicht mehr braucht, spenden könnt. Manche Leute suchen vielleicht gerade genau das, mit dem andere wiederum nichts mehr anfangen können.

Und nun zu dem wesentlich Oberflächlicherem:
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Ich erinnere mich …
… wie ich in einem Schulaufsatz die Meinung vertreten hatte, dass man an Kleidung die Gefühlslage oder Lebenseinstellung der Menschen erkennen kann.
Ich weiß die genaue Benotung nicht mehr, aber meine Lehrerin hatte damals sehr ausführlich den Rotstift benutzt.
Ich kann es ja auch nachvollziehen, ABER es gibt solche Leute und wiederum andere Leute!

Leute, die sich einen bunt gefüllten Kleiderschrank nicht leisten können.

Leute, die nur ihre Lieblingsfarben tragen.

Leute, die sich keine oder nur begrenzt Gedanken um ihr Äußeres machen.

Leute, die ‚nach dem letzten Schrei‘ leben.

Leute, so verschieden, wie alle Farben des Regenbogens und darüber hinaus (– da wir als Menschen unter anderem wahrscheinlich nicht alle möglichen Farben erkennen können – diese kleine physikalische Information so nebenbei).

Ich persönlich habe es endlich geschafft: Ich passe in ein paar Klamotten rein, die mir vor drei bis vier Jahren noch viel zu klein waren! Unter anderem ein schwarzes, tailliertes Damen-T-Shirt mit dem klassischem, gelbem Batman-Symbol auf der Brust.
Neulich war ich - mit meinem Schatz - auf einem Ausflug, in einer wunderbar schönen Altstadt unterwegs. Es war sehr warm und ich trug jenes T-Shirt in der prallen Hitze. Es diente sehr gut und das tut es noch.
Als wir die eine Straße überquerten, kam mir allerdings ein Mann entgegen, der fast das gleiche Bat-Symbol auf der Brust trug, wie ich. Und ich merkte, ohne jemand fremden danach fragen zu müssen: ich bin mit meinen Interessen nicht alleine!

Natürlich existiert bei so manchen Leuten auch dieser komische Gedanke, dass man unbedingt Markenklamotten tragen sollte, mit der Ausrede, dass jene eine entscheidende Qualität hätten. Wenn jene das Logo – zum Beispiel Tommy Hilfiger – gut sichtbar auf der Brust präsentieren, tragen sie dazu bei, dass die Marke noch mehr in den Köpfen der Menschen existiert, als ursprünglich.
Kurz: jene machen Werbung für Produkt und Marke, was manchen leider nicht vollkommen klar ist. Vor allem jungen Leuten – damals auch zu meiner Schulzeit – war das nicht bewusst.
Meine Schulzeit galt als diejenige, in der alle – inoffiziell natürlich - einen Eastpak-Rucksack als Schultasche tragen mussten! Man machte sich freiwillig zu einer wandernden Litfaßsäule – falls jemand dieses Werbemittel noch kennt?

Leider muss ich zugeben, dass mein eigener Eastpak-Rucksack sich bis heute, also schon wesentlich länger als ein Jahrzehnt gehalten hat und ich ihn immer noch gut benutzen kann. Als kleines Zeichen der Individualität habe ich allerdings einen kleinen Glücksbringer mit rotem Band an den Reißverschluss hinzugefügt. Und damit bin ich tatsächlich sehr glücklich geworden. Der Rucksack ist ideal für kurze Übernachtungen, wenn man mal ein bisschen frische Wäsche transportieren will.

Aber mal im Ernst, sagt weder ‚Ja‘ zum überteuren Konsum, noch sagt ‚Ja‘ dazu, nur zu sehr auf das Äußere zu achten.
Wichtig ist, was oder wer darin steckt und dass ihr euch wohlfühlen könnt! Es ist in Ordnung, sich zum Beispiel über ein ganz bestimmtes Lieblings-Teilchen aus materiellem Ursprung zu freuen – vor allem dann, wenn man dafür lange Zeit gespart hat! Nur sollte es vielleicht nicht euer ganzes Leben bestimmen.

27. 04. 2021 - Der verrauchte Ehrgeiz

Es gab eine Zeit, da dachte ich, meine Träume würden wahr.
Es gab eine Zeit, in der lief ich zielgenau auf etwas zu, das mein Selbstbewusstsein dermaßen stärkte, dass ich den Boden unter den Füßen verlor.
Es gab eine Zeit, in der mein Inneres brannte, voller Vorfreude auf das, was ich selbst in der Lage war, zu schaffen und zu erschaffen.

Jetzt gehe ich - dieses Jahr noch - auf die 33 Jahre zu. Diese Herzenswünsche, die ich einst hegte, sind verwaschen worden, als hätte ein Aquarell-Bild durch Tränen zu viel Wasser bekommen.

Ich konnte nie den Weg beschreiten, eine berühmte Violinistin zu werden.
Ich kann den Weg nicht mehr beschreiten, zu einer begabten Disneyzeichnerin zu werden, mit deren Hilfe das Weltbild von Jung und Alt geprägt wurde.
Ich kann den Weg nicht mehr beschreiten, die jüngste Fantasy-Autorin aller Zeiten zu sein, die beispielsweise in J.K. Rowlings Fußstapfen tritt.

Ich weiß nicht recht, wie ich mein momentanes Selbst rechtfertigen kann.
Mein persönlicher Express nach Hogwarts ist entgleist und meine eigene Zauberei beschränkt sich auf mittelmäßige Zeichnungen und Texte, die nur tröpfchenweise, in großen Abständen voneinander, aus meinen Fingern fließen.

Gut, ich habe es gestern – gerade noch so eben - geschafft, einen Wettbewerbsbeitrag an eine Organisation zu schicken, die sich mit Literatur und Leuten wie mir beschäftigt.
Natürlich hoffe ich insgeheim, dass der Text gut abschneidet.

Doch die Chance, allen zu beweisen, dass ich doch jemand ganz Besonderes bin, weil ich doch so eine bescheidene Schulzeit hatte, hat sich, letztendlich als trügerisch herausgestellt.
Die berühmte zerplatzte Seifenblase.

Natürlich klingt dieser Text, wie ein einziges, großes Gejammere! Ich jammere auch, weil ich damals so ehrgeizig war, dass ich auf unkreative und faule Menschen herabgesehen habe, als hätten sie keine Daseinsberechtigung! Und nun habe ich das Gefühl, selbst so zu sein.

Mein einziges Rettungsboot ist meine Bescheidenheit und der daraus erwachsene Wunsch, dass ich irgendwann doch noch ohne Hilfe meine Miete zahlen kann und vielleicht ein oder zwei Kinder in die Welt setze, die die Namen voller Stolz tragen, die ich ihnen gegeben habe.
Es ist aber nicht richtig, Kindern die Bürde aufzudrücken, von der man selbst irgendwann Sterne in den Augen gekriegt hat.
Das wäre der größte Fehler, den ich noch machen könnte – meine zukünftigen Kinder mit Liebesentzug zu bestrafen, weil sie die vielen glorreichen Chancen nicht erkennen und nach ihnen greifen.

Das wäre keine Liebe.

Was ich brauche, ist ein Funken - ein neues Ziel, das mich beflügelt und an dem ich arbeiten kann – ohne daran zu denken, dass ich bald die dritte Schnapszahl in meinem Leben erreiche.

Viel Glück an die lieben Menschen da draußen, dass ihr eure eigenen Wege beschreiten könnt, die euch erfüllen und mit Freude segnen.
Nährt den Ehrgeiz sachte mit Brennholz, aber nicht zu viel!
Es soll eine Flamme sein, die möglichst lange anhält.

29. 03. 2021 - Das ewig lächelnde Emoji-Kissen

Stille Wasser sind tief.
Wenn man mal etwas sehr offensichtliches unwissentlich übersieht, kann das mehr als nur peinlich sein.
Ich bin ein PC-Kind und Smartphones sind auch für mich – so wie für manch ältere Personen – manchmal auch ein Brief mit derartig vielen Siegeln, dass man dafür eine ganze Galerie eröffnen könnte.
WhatsApp zum Beispiel
– die Statusanzeige der Kontakte, jene habe ich heute erst sehr spät entdeckt.
Dabei wusste ich genau, ich hatte sie schon mal benutzt! Aber anstatt dessen, dass die Entwickler jener App, jene Anzeige unter der Kontaktinfo parken, gab es da dieses kreisförmige Zeichen, das nur manchmal einen grünen Punkt beherbergt. 
Ich habe mich geschämt!
-> Als ich die Wahrheit so dicht direkt unter meiner Nase gefunden habe!
Zum Glück ist dieses Kissen hier dazu verdammt, egal in welcher Situation, auf ewig zu lächeln!
Sprich: Es hat keine Schmerzen, wenn man auf es eindrischt.
Ich will mich nicht beklagen; das Kissen macht einen guten Job!
Und so lange es nicht beginnt, zu antworten, brauche ich mir über meinen Zustand keine Gedanken zu machen.

Eine schöne Osterwoche euch allen!

PS: Gewalt ist keinesfalls eine Lösung!

09. 03. 2021 - Trotz aller Makel

Die Liebe ist für einige die größte Macht auf Erden …
Und wisst ihr was? -> Ich kann das endlich verstehen!
Am 11. 02. 2021 habe ich jemanden kennengelernt.
Er hat die gleichen Initialen wie Albus Dumbledore aus den Harry-Potter-Büchern. Diesen guten alten Schulleiter von Hogwarts mochte ich im Übrigen schon immer.
Jedenfalls ist dieser wunderbare Mensch nun in meinem Leben und hat mich mehr als nur verzaubert.
Er bringt mich dazu, Dinge zu tun, die ich alleine niemals über mich bringen würde. Zum Beispiel einfach ohne bestimmten Grund hinaus zu gehen und zu spazieren.
Das erste Treffen … war ziemlich unscheinbar und merkwürdig unglücklich verlaufen. Ich will hier nicht ins Detail gehen, doch ich musste A.D. an jenem Tag urplötzlich am Bahnhof stehen lassen und den Zug in die andere Richtung nehmen.
Doch trotzdem blieben wir in Kontakt und haben uns für die nächste Woche verabredet gehabt, an einem Ort den ich nicht ohne triftigen Grund aufgesucht hätte.
Nach dem zweiten Treffen folgte das dritte … und da ergriff er meine Hand!
Ich hätte nie gedacht, dass Händchenhalten schon so schön und mächtig sein könnte. Es gab mir Sicherheit und das Gefühl, gewollt zu werden.

Trotz aller Makel.
Ich liebe dich, mein Schatz!